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Die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO) befindet sich in Nachlassstundung und wird danach liquidiert. Damit die Akut- und Langzeitpflege im Oberengadin über den 1. April 2026 gewährleistet bleibt, ist eine Neuaufstellung der Gesundheitsversorgung notwendig. Die Gemeinden der Gesundheitsversorgungsregion Oberengadin legen der Bevölkerung dafür eine neue Trägerschaft sowie drei Leistungsvereinbarungen zur Abstimmung vor.
Die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO) betreibt heute das Spital Oberengadin, die Alterszentren «Du Lac» und «Promulins» sowie die Spitex. Dazu kommen Beratungsstellen und – gemeinsam mit der Klinik Gut AG – der Rettungsdienst Oberengadin (REO).
Nach zwei gescheiterten Abstimmungen ist die SGO voraussichtlich Ende März 2026 zahlungsunfähig. Damit die Gesundheitsversorgung im Oberengadin weiterhin gewährleistet bleibt, braucht die Region eine neue Trägerstruktur, die Verantwortung, Finanzierung und Steuerung verbindlich regelt. Vorgesehen ist dafür die Gründung der öffentlich-rechtlichen Anstalt «Sanadura». Sie ist die Voraussetzung für die Neuaufstellung der Gesundheitsversorgung und soll die Akut- und Langzeitpflege im Oberengadin über den 1. April 2026 hinaus langfristig sicherstellen. «Sanadura» kann die erforderlichen Leistungen einkaufen oder – wo sinnvoll – selbst erbringen. Sie kommt zustande, wenn mindestens sieben der elf Gemeinden der Gesundheitsversorgungsregion (GVROE) dem Gesetz zustimmen und diese Gemeinden zusammen mindestens die Hälfte der Stimmbevölkerung in der GVROE vertreten. Mit der neuen Anstalt entfällt die heutige Einstimmigkeitserfordernis.
Wird die Gründung der öffentlich-rechtlichen Anstalt «Sanadura» abgelehnt, kommt es zur endgültigen Schliessung und Liquidation aller SGO-Betriebe. Das Spital in Samedan würde endgültig geschlossen. Die Alterszentren «Du Lac» und «Promulins» sowie die Spitex könnten von der SGO nicht mehr weiterbetrieben werden. >Weiterlesen
Gemeindeversammlungen
04.02.2026
Bever – Celerina/Schlarigna – La Punt Chamues-ch– Madulain – Pontresina – Samedan – S-chanf – Sils i. E./Segl – Silvaplana
Diese neun Gemeinden haben der Sanadura-Vorlage einstimmig zugestimmt. Da sie rund 63 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung repräsentieren, gilt die Vorlage als angenommen.
04.03.2026
Zuoz
Urnenabstimmungen
08.03.2026
St. Moritz