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Weitere Diagnostik

In der Kardiologie gibt es zahlreiche weitere Untersuchungen. Sie dienen der Beurteilung der Leistung und Funktion des Herzens. Manche Untersuchungen werden unter EGK-Kontrolle durchgeführt.

Schrittmacher- / Defibrillator-Kontrolle

Ein implantierter Schrittmacher oder Defibrillator muss regelmässig kontrolliert werden. In der Regel beinhaltet die Kontrolle ein Gespräch, ein Elektrokardiogramm und die Einstellungen sowie die Batteriekapazität werden kontrolliert. Die Geräte können schmerzfrei von aussen via Magnetinduktion eingestellt werden.

24-Stunden-Blutdruck

Ein hoher Blutdruck ist ein weit verbreitetes Leiden, besonders bei älteren Personen. Es gibt jedoch Phänomene, die beim Arzt oder im Spital die Blutdruckwerte verfälschen. Einerseits ist es möglich, dass sich der Blutdruck in diesem Umfeld gegenüber dem normalen Alltag erhöht darstellt. Es kann jedoch auch das Gegenteil der Fall sein und der Blutdruck ist nur ausserhalb des Spitals oder der Arztpraxis erhöht. Diese Phänomene werden mittels 24-Stunden-Blutdruck entlarvt. Die Patientin oder der Patient muss für 24 Stunden eine Armmanschette tragen, die in regelmässigen Abständen den Blutdruck misst und aufzeichnet. Diese Aufzeichnungen werden hinterher ausgewertet.

Kipptischuntersuchung

Zur Abklärung unklarer Synkopen, kann die Kipptischmethode angewendet werden. Die Patientin oder der Patient wird auf einem kippbaren Tisch festgeschnallt. Während der Untersuchung werden der Blutdruck sowie die Herzfrequenz überwacht. Zuerst findet eine längere Liegephase statt. Anschliessend erfolgt die Aufrichtung des Tisches in vertikale Lage für eine ebenso lange Stehphase. Diese Prozedur kann wiederholt werden. Je nachdem ob und wann eine Synkope dadurch ausgelöst wird, in Kombination mit der Überwachung, kann die Art der Synkope bestimmt werden.

Spiroergometrie

Bei dieser Untersuchung werden die Atemgase während einer körperlichen Aktivität gemessen. Die zusätzliche Überwachung von EKG, Blutdruck, Lungenfunktion, Blutgasen u.s.w. ermöglichen eine Aussage über die Leistungsfähigkeit, sowie ob eine Störung primär in den Lungen oder im Herz liegt.

6-Minuten-Gehtest

Die Patientinnen oder Patienten werden aufgefordert, 6 Minuten ununterbrochen ebenswegs zu gehen. Das Ziel ist in der gegebenen Zeit eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Laufen, Tempoänderung und Pausen sind erlaubt. Möglicherweise wird Sauerstoff, Blutdruck, Puls und Milchsäure für diesen Test gemessen. Die körperliche Leistungsfähigkeit kann in diesem Rahmen beurteilt werden.