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Vorsorgeuntersuchung

Ein Krebs, der meist zu verhindern wäre

Unsere Nahrung unternimmt eine Reise durch den Körper, vorbei an Stellen, die bekannt sind, dass sich dort Tumore bilden können. Besonders berüchtigt ist der Darmkrebs. Eine frühzeitige Vorsorgeuntersuchung vom Spital Oberengadin hilft.

Mit jährlich 4'100 Patienten und 1'600 Sterbefällen ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache im Lande. Das Dramatische daran: Die Krankheit weist in einem frühen Stadium sehr gute Heilungschancen auf. Doch vielfach wird die Diagnose erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium gestellt, was eine Therapie und Genesung erheblich erschwert. Dr. med. Markus Kubli, Leitender Arzt der medizinischen Klinik des Spitals Oberengadin, empfiehlt bei Symptomen wie Blut im Stuhl, neu auftretenden Bauchschmerzen sowie Gewichtsverlust sich möglichst bald in ärztliche Behandlung zu begeben. Insbesondere Personen mit neu­auftretenden Beschwerden in der zweiten Lebenshälfte sollten diese nicht auf die leichte Schulter nehmen: «In diesen Fällen steckt meistens etwas Relevantes dahinter», erklärt Kubli.

Nicht alle lassen sich frühzeitig behandeln

Die Engadiner Bevölkerung reagiert in Kublis Augen schnell bei Symptomen. Nichtsdestotrotz lassen sich einige Leute trotz Beschwerden viel Zeit und gehen erst sehr spät zum Arzt. Bei solchen Fällen denkt sich Kubli: «Schade, dass diese Person nicht schon früher ärztliche Hilfe beansprucht hat. Das hätten wir sehr gut behandeln können.» Denn wird Darmkrebs frühzeitig erkannt, kann die Erkrankung meist komplett geheilt werden.

Kleiner Eingriff, grosse Wirkung

Das Spital Oberengadin bietet eine spezielle Vorsorge­untersuchung für Darmkrebs an. Bei der Koloskopie, wie die Spiegelung in der Fachsprache heisst, wird ein Schlauch mit einer kleinen Kamera über den After in den Darm eingeführt. Ein Schlafmittel sorgt dafür, dass die Patienten davon nichts spüren. Entdeckt der Arzt dabei Wucherungen, sogenannte Polypen, kann er diese meist gleich entfernen. Gut zu wissen: Die Vorsorge­untersuchung wird von den Krankenkassen bezahlt.

 

Dieser Beitrag ist erstmals im Geschäftsbericht 2016 erschienen.