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Mammografie

Bei der Mammografie wird mittels Röntgenstrahlen ein diagnostisches Bild der weiblichen, manchmal auch männlichen Brust angefertigt. Die Mammografie dient der Früherkennung von Brustkrebs sowie der Abklärung nicht eindeutiger Tastbefunde. Je früher ein Brustkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Bei einer Mammografie werden in der Regel vier Bilder, von jeder Seite zwei, angefertigt. Eine exakte Positionierung ist sehr wichtig, damit das gesamte Brustgewebe mit dem Ansatz des dahinter liegenden Brustmuskels abgebildet wird. Für die Aufnahme wird die Brust etwas flachgedrückt. Diese Kompression reduziert die Strahlenbelastung für das Organ und führt gleichzeitig zu einer besseren Bildqualität. Die einzelne Aufnahme dauert ein paar Sekunden, anschliessend wird die Kompression automatisch gelöst.
Im Spital Oberengadin stehen zwei Mammografiegeräte zur Verfügung. Mit diesem Gerätepark können unter anderem auch Tomosynthesen sowie stereotaktische oder tomosynthesengesteuerte Gewebsentnahmen der Brust durchgeführt werden.

Das Spital Oberengadin macht beim qualitätskontrollierten Mammografie-Screening- Programm zur Brustkrebs-Früherkennung mit. Dieses Programm wird für die Kantone Graubünden und St. Gallen von Donna organisiert. Alle Frauen zwischen dem 50. Und 69.Lebensjahr werden systematisch alle zwei Jahre eingeladen, eine Screening-Mammografie in einem der qualifizierten Institute anfertigen zu lassen. Im Spital Oberengadin werden die Screening-Mammografien von bestimmtem Radiologiefachpersonal aus unserer Radiologie durchgeführt. Die Terminvereinbarung und Organisation läuft jedoch über Donna und kann nicht im Spital erfolgen.

Link Donna: http://donna-programm.ch

Mammografie

Vorbereitung

Keine Bodylotion oder Hautcreme auftragen.

Dauer

ca. 30 min

Ablauf

In der Regel werden von jeder Seite zwei, also insgesamt vier Aufnahmen angefertigt. Eine exakte Positionierung ist sehr wichtig, damit das gesamte Brustgewebe mit dem Ansatz des dahinter liegenden Brustmuskels abgebildet wird. Für die Aufnahme wird die Brust etwas flachgedrückt. Diese Kompression reduziert die Strahlenbelastung für das Organ und führt gleichzeitig zu einer besseren Bildqualität. Die einzelne Aufnahme dauert ein paar Sekunden, anschliessend wird die Kompression automatisch gelöst. Am Ende werden die Bilder der Radiologin oder dem Radiologen gezeigt. Sie oder er entscheidet, ob noch ein oder mehrere Zusatzaufnahmen nötig sind, ein Ultraschall empfehlenswert wäre, oder ob die Mammografie für eine Befundung ausreicht.

Tomosynthese

Vorbereitung

Keine Bodylotion oder Hautcreme auftragen.

Dauer

ca. 30 min

Ablauf

Die Tomosynthese wird in den meisten Fällen als Ergänzung zur Mammografie angefertigt. Es werden ein bis vier Bilder angefertigt. Grundsätzlich ist der Ablauf ähnlich wie bei einer Mammografie. Jedoch werden mehrere Schnittbilder von der Brust angefertigt. Dies ermöglicht der Radiologie oder dem Radiologen einzelne Strukturen in der Brust überlagerungsfrei beurteilen zu können. Auch hier ist eine exakte Positionierung sehr wichtig, damit das gesamte Brustgewebe mit dem Ansatz des dahinter liegenden Brustmuskels abgebildet wird. Für die Aufnahme wird die Brust etwas flachgedrückt. Diese Kompression reduziert die Strahlenbelastung für das Organ und führt gleichzeitig zu einer besseren Bildqualität. Die einzelne Aufnahme dauert ein paar Sekunden, anschliessend wird die Kompression automatisch gelöst. Die Radiologie oder der Radiologe schaut sich das Bild nach der Durchführung gleich an.

Stereotaktische oder tomosynthesegesteuerte Vakuumbiopsie

Vorbereitung

Es gibt einen Fragebogen zum Ausfüllen, welcher spätestens 24h vor der Biopsie bei der Patientin oder dem Patient sein sollte. Empfohlen wird ein leichtes Frühstück zu sich zu nehmen und nach Möglichkeit nicht alleine mit dem Auto anzureisen.

Dauer

ca. 1 - 1.5 h

Ablauf

Eine Biopsie wird erst nach vorgängigen Abklärungen mittels Mammografie und in der Regel Tomosynthese durchgeführt. Die Gewebeentnahme erfolgt in der Regel in Seitenlage, selten im Sitzen. Die Lagerung dauert oftmals länger, denn es ist wichtig, möglichst bequem zu liegen. Gleichzeitig muss der zu untersuchende Bereich gut zugänglich sein. Für die Biopsie wird die Brust ebenfalls ein wenig komprimiert, jedoch weniger, als bei einer Mammografie. Es wird ein Kontrollbild durchgeführt, worauf die Stelle zur Gewebeprobe eingezeichnet wird. Es ist jetzt ganz wichtig, den Körper nicht mehr zu bewegen. Die Radiologie oder der Radiologe macht die Stelle mit Lokalanästhetikum unempfindlich. Anschliessend wird die Biopsienadel positioniert. Mittels eines Vakuums werden mehrere Gewebeproben aus der Brust genommen. Dies sollte keine Schmerzen bereiten. Die Proben werden kontrolliert, ob sie von der richtigen Stelle stammen. Ist die gewünschte Stelle biopsiert worden wird ein kleiner Marker in die Brust gesetzt, damit die Stelle markiert bleibt. Die biopsierte Stelle muss für mehrere Minuten etwas komprimiert werden. Anschliessend wird ein Druckverband um die Brust angelegt. Die Biopsie ist beendet.

Nachbereitung

Nach Möglichkeit sollte nicht gleich mit dem Auto gefahren werden. Der Druckverband bleibt für 24 Stunden angelegt, solange kann kein BH getragen und nicht geduscht werden. Auch sollten körperlich anstrengende Tätigkeiten vermieden werden. An der biopsierten Stelle wird die Brust mit grosser Wahrscheinlichkeit etwas blau, was aber wieder weggeht.

Drahtmarkierung der Brust

Vorbereitung

Keine Bodylotion oder Hautcreme auftragen.

Dauer

ca. 45 min

Ablauf

Die Drahtmakierung erfolgt vor einer Operation, weshalb sie stationär durchgeführt wird. Die Markierung erfolgt im Sitzen oder Liegen, je nach Lokalisation des Befundes. Die Brust wird komprimiert und es wird eine Aufnahme angefertigt. Aufgrund von diesem Bild platziert die Radiologin oder der Radiologe einen feinen Draht mir einem kleinen Anker vorne in den Befund. Der Draht wird aussen auf der Haut angeklebt. Diese Markierung erleichtert das Auffinden der Läsion. Zur Kontrolle werden eventuell nochmals Bilder aus zwei Ebenen angefertigt.

Nachbereitung

Im Anschluss erfolgt die geplante Operation.

Galaktografie

Vorbereitung

Keine Bodylotion oder Hautcreme auftragen.

Dauer

30 - 60 min

Ablauf

Der erste Teil findet im Liegen statt. Die Radiologin oder der Radiologe probiert eine äusserst feine Kanüle in einen Milchgang zu schieben. Das kann etwas unangenehm sein, sollte aber keine Schmerzen bereiten. Dieser Vorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Anschliessend wird wenig Röntgenkontrastmittel in den Milchgang gespritzt. Am Mammografiegerät wird eine normale Mammografie zur Kontrolle durchgeführt.

Nachbereitung

Das Kontrastmittel in den Milchgängen läuft wieder heraus, wir geben jedoch einen Schutz für die Kleidung. Ansonsten gibt es keine spezielle Nachbereitung.

Ultraschall der Brust

Vorbereitung

Keine Vorbereitung nötig.

Dauer

ca. 30 min (mit Biopsie 45 min)

Ablauf

Der Ultraschall findet in der Regel im Anschluss an die Mammografie oder Tomosynthese statt. Es handelt sich um eine ergänzende Bildgebung, welche zum Teil andere Strukturen ersichtlich macht, als die Mammografie. In manchen Fällen, wenn eine Läsion entdeckt wurde, kann auch im Ultraschall eine Gewebeprobe entnommen werden.

Nachbereitung

Beim Ultraschall gibt es keine spezielle Nachbereitung. Wird eine Biopsie durchgeführt, gibt es einige Sachen zu beachten. Das Pflaster sollte bis am nächsten Tag auf der Punktionsstelle bleiben, es sollte nicht geduscht werden. Am selben Tag keine körperlich anstrengenden Arbeiten mehr verrichten.